Wofür steht der Begriff "Infill"?

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Er bezeichnet die (unsichtbare) innere Füllung bzw. die innere Stützstruktur des 3D-Objektes.

Diese Füllung ist eine Struktur, mit der das 3D-Objekt ausgefüllt wird, da im 3D-Druck nur selten massiv gedruckt wird. Der 3D-Druck mit Infill stellt den Mittelweg zwischen einem massiv (Infill = 100 %) und einem hohl (Infill = 0 %) gedruckten Objekt dar.

Für viele Anwendungen reicht ein Infill unterhalb von 80 %, da über diesem Wert kein Zuwachs an Stabilität zu erwarten ist. Ein Infill von 100 % ist nur dann erforderlich, wenn es auf maximale Zugfestigkeit ankommt. Für schnelle Prototypen und 3D-Figuren, die keiner Belastung ausgesetzt sind, sind Werte bis 10 % ausreichend. Ein guter Mittelwert für den Infill ist 20 %.

Nachfolgend ein Vergleich verschiedener Füllungsdichten:

verschiedene Füllungsdichten
Vergleich verschiedener Füllungsdichten - filament2print)

Mehr Stützstruktur verleiht dem Objekt eine höhere Stabilität, hat aber auch ein höheres Gewicht des 3D-Modells zur Folge. Außerdem steigen Materialverbrauch und Druckzeit an.

Die Stabilität und Flexibilität eines 3D-Drucks kann jedoch auch über unterschiedliche Füllmuster beeinflussten werden. Der Cura Slicer bietet 13 unterschiedliche Typen von Infills an:

Füllmuster
Füllmuster in Cura – support.ultimaker.com

Die Auswahl dieser Stützstrukturen erfolgt im Slicer je nach gewünschter Stärke, Festigkeit, Flexibilität und Füllstärke des 3D-Objekts.


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